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Erstmals haben am ersten Maisamstag Kräfte des THW Ortsverbandes Mühldorf, gemeinsam mit Helfern des THW Ortsverbandes Berchtesgaden und Kameraden der Feuerwehr Laufen eine Ölsperre in die Salzach eingezogen. In der Nähe der Ortschaft Laufen, nahe der österreichischen Grenzen errichteten die Einsatzkräfte, zu Übungszwecken, eine 250 m lange schwimmende Barriere, die im Ernstfall auf dem Wasser treibendes Öl und Fett stopppen soll.
Für die Mühldorfer Helfer, die Verantwortung für mehrere Ölsperrenpunkte im Kreis Mühldorf und den angrenzenden Landkreisen haben, eine bereits vielgeübte Aufgabe. Jedoch mussten vor Beginn der Übung zunächst die Helfer aus Berchtesgaden und Laufen eingewiesen werden und die Gewässerlage in Laufen erkundet werden. Besondere Herausforderungen ergaben sich dabei aus dem Fehlen von einbetonierten Fixpunkten, dem niedrigen Wasserstand der Salzach und den starken Pegelschwankungen. Dennoch konnte die Ölsperre, nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligter, im vorgegebenen Zeitrahmen errichtet werden.

Die Übung des Ernstfalles ist gerade beim Einziehen der Ölsperre besonders wichtig, da es sich hierbei um eine sehr reale Gefahr handelt. So könnte bei einem Leck an der Ölpipeline TAL, welche bei Triest über die Alpen verläuft, Öl in Flüssen wie Inn und Salzach, sowie in den Chiemsee gelangen. Erst im vergangenen Jahr gab es akuten Bedarf für eine Ölsperre, als nach Fehler in einer Biogasanlage Fette in die Isen flossen.
Text: Andreas Gölkel
Fotos: Archiv
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