Ein besonders großes Dankeschön hatte Peter Dietrich, Leiter der OMV Werksfeuerwehr, am vergangenen Freitag, bei der Jahresauftaktaktveranstaltung des Technischen Hilfswerkes (THW) Mühldorf, im Gepäck. Er überreichte dem THW-Fördervereinsvorsitzenden Robert Bark einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro. Das Geld soll beim Mühldorfer THW zur Beschaffung eines neuen Wechselladerfahrzeugs verwendet werden, mit dem verschiedenste Abrollcontainer transportiert werden können. Ein solcher LKW sei fest im Einsatzkonzept des THW Mühldorf verankert, erläuterte Bark, da mit dem Fahzeug sehr schnell und flexibel gearbeitet werden könne, egal ob es um den Transport von Ölsperrenteilen oder einer Feldküche gehe. Die Neubeschaffung, die bis 2013 geplant sei, werde vor allem deshalb nötig, da das bisher genutzte Fahrzeug aus dem Jahr 1979 langsam aber sicher seine Belastungsgrenzen erreiche. Für Peter Dietrich ist deshalb eine Unterstützung des THW eine sinnvolle Sache: "Der THW Ortsverband Mühldorf leistet im Ernstfall bei einer überregionalen Gefahrenabwehr sowie den regelmäßig stattfindenden Ölwehrübungen der OMV Deutschland wertvolle Arbeit. Der reibungslose Ablauf bei Verlastung und Einbau unserer Ölsperren ist Grundvoraussetzung der professionellen Zusammenarbeit. Da das THW Mühldorf für mehrere Abschnitte der OMV Pipelines mit verantwortlich ist, unterstützen wir die Anschaffung eines neuen Abrollfahrzeugs gerne auch finanziell", begründete er die Spende. Dank der großzügigen Spende, sowie enormer Eigenleistungen seien jetzt bereits 50 Prozent der rund 70.000 Euro teueren Neuanschaffung finanziert, sagte Bark, das THW sei bis zur Beschaffung jedoch noch dringend auf weitere Unterstützung angewiesen um das Projekt realisieren zu können.

Weiter zog er in seinem Kassenbericht eine sehr positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. Einnahmen in Höhe 34.973 Euro stünden Ausgaben in Höhe von 26.155 Euro gegenüber. Die größten Ausgaben wurden demnach weitgehend durch Neubeschaffungen bestimmt. So wurden 2011 unter anderem ein neues Schlauchboot, ein PKW-Planenanhänger, mehrere Stative mit Lichttraversen, sowie eine Schmutzwasserpumpe mit Flachsauger in den Einsatzdienst gestellt.
Eine positive Bilanz zogen auch der Ortsbeauftragte Matthias Müller und Zugführer Florian Seemann. Insgesamt könne man auf eine sehr stabile Führungsmannschaft und eine Mannschaft mit gutem Fachausbilsungsstand bauen. Neben den normalen Übungen werde dieser durch die zahlreichen Lehrgänge an den beiden THW-Bundesschulen sichergestellt. Zusätzlich habe man im Jahr 2011 an fünf Atemschutzübungen mit der Feuerwehr teilgenommen und drei Ölwehrübungen auf Inn und Chiemsee durchgeführt. Beide betonten dabei die gute Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen und im speziellen der Mühldorfer Feuerwehr.
Zu Einsätzen wurde das THW Mühldorf im vergangenen Jahr insgesamt 28 Mal angefordert. Die Anforderungen teilten sich in sieben SEG-Einsätze und 21 Fachberatereinsätze auf. Dabei wurde vier Mal zur Technischen Hilfeleistung und vier Mal zu Wasserrettungseinsätzen ausgerückt. Die Mehrzahl der Fachberatereinsätze, insgesamt 18, waren durch Brände mit hoher Alarmstufe bestimmt. Weiterhin sicherte das THW zahlreiche Pilgerzüge ab und baute einen neuen Fußgängersteg am Mühldorfer Stadtwall. Viel Zeit wurde außerdem in die Ausbildung von 46 Helfern aus dem gesamten THW-Geschäftsführerbereich investiert, die ihre Bootsführerschein-Prüfung ablegten und damit auch in Zukunft die Einsatzbereitschaft auf dem Wasser sicherstellen sollen.
Auch mit dem Personalstand sei das THW derzeit zufrieden, sagte Müller. Durch aktive Helferwerbung sei es, trotz Wegfall der Wehrpflicht, gelungen die aktive Mannschaft von 58 auf 61 Helfer zu erweitern, darunter acht Frauen „die im Boot, an der Motorsäge und am Lenkrad einsatzbereit sind, darauf sind wird stolz.“ Auch um den Nachwuchs steht es derzeit nicht schlecht, so habe man 19 motivierte Jugendliche, die im vergangen Jahr unter anderem am Mühldorfer Faschingszug, dem THW-Jugendleistungsabzeichen und einem Ausflug in den Europapark teilgenommen haben.
Hervor hob der Ortsbeauftragte zudem die hohe Leistungsbereitschaft aller ehrenamtlichen Helfer, die im Jahr 2011 insgesamt 15.117 Dienstundengeleistet hätten. „Somit hat jeder Helfer im Schnitt 4,85 Arbeitswochen beim THW Dienst getan“, rechnete er hoch.
Zwei Helfer die in den vergangenen Jahren besonders viel Engagement gezeigt hatten erhielten dafür im Rahmen der Jahresauftaktveranstaltung eine Auszeichnung. THW-Geschäftsführer Klaus Labitzke überreichte dem Jugendgruppenleiter Peter Müller und dem Gruppenführer der Fachgruppe Bergung, Nobert Radlmaier, das THW Helferzeichen in Gold.
Mit Blick auf das Jahr 2012 erinnerte Matthias Müller unter anderem an den großen Tag der offenen Tür, den der THW Ortsverband am 02. Juni 2012 anlässlich seines 60-jährigen Bestehens veranstaltet.
Weiter Informationen zu Spendenübergabe:
Pressemeldung der OMV Deutschland
Text: Mühldorfer Anzeiger/Andreas Gölkel
Fotos: Mühldorfer Anzeiger/Andreas Gölkel